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Sourcing - Ein kleiner Ratgeber

Befragungen unserer Kunden haben ergeben, daß sich über 65% der Unternehmen aktuell mit alternativen Sourcing Modellen beschäftigen.

Dieses White Paper enthält einen kleinen Ratgeber mit 10 Tipps zum Thema Sourcing, die wir für besonders wichtig halten.

Erfolgreiche IT- Sourcing Entscheidungen erfordern die parallele Entwicklung und Implementierung von 3 Prozess-Gruppen: IT- Portfolio steuern, Markt-Optionen bewerten, Stakeholder steuern.

Tipps zum Thema "IT- Portfolio steuern"


  1. Das IT- Portfolio muss entwickelt und regelmäßig aktualisiert werden. Dazu gehört die Darstellung der Kompetenzen, Ressourcen und die kontinuierliche Bewertung des Mehrwertes der IT.
  2. Konsolidierungspotentiale sollen vorher identifiziert und wenn möglich ausgeschöpft werden.
  3. Was sollte man (nicht) outsourcen?

    • IT- Steuerungsfähigkeiten / Kompetenzen müssen behalten werden:

      • Führung: Ausrichtung der IT- Aktivitäten an den Geschäftszielen
      • Geschäftssystem Denken: Visionierung neuer Geschäftsprozesse die durch Technologie ermöglicht werden
      • Beziehungen aufbauen: aktive Involvierung des Managements in IT- Angelegenheiten
      • Architektur planen: Skizzierung der technischen Plattform, die an aktuellen und zukünftigen Anforderungen aus dem Geschäft ausgerichtet ist.
      • Technologische Innovation: Rasche Umsetzung des technologischen Fortschritts
        Informierter, gesteuerter Einkauf: Management der IT- Sourcing Strategie im Sinne der Geschäftsinteressen
      • Vertragseinhaltung: Sicherstellung der Einhaltung der Verträge
        Vertragsüberwachung: Schutz der Vertragsposition des Unternehmens heute und für die Zukunft
      • Lieferantenentwicklung: Identifizierung des potentiellen Mehrwerts durch IT- Lieferanten

    • Das Outsourcing seltener, nicht-imitierbarer und nicht-austauschbarer Aufgaben / Fähigkeiten ist nicht sinnvoll, wie z.B. von Aktivitäten mit:

      • hoher Spezialisierung - Ressourcen die nicht alternativ nutzbar sind. Sie werden zur Nutzung strategischer Geschäftschancen oder zur Abwehr von Wettbewerb eingesetzt.
      • hoher Unsicherheit - IT- Aktivitäten können nicht klar zur Vertragsgestaltung definiert werden.
      • hochfrequentem Auftreten - Häufige asset-spezifische Transaktionen können günstiger als Outsourcing sein.

    • Outsourcing von austauschbaren, nicht kernkompetenzbehafteten Fähigkeiten mit Massenprodukt Charakter ist eher sinnvoll. Marktoptionen sind sorgfältig zu prüfen.

Tipps zum Thema "Markt-Optionen bewerten":


  1. Die Kompetenzen und Ansätze von Lieferanten am Markt müssen kontinuierlich verfolgt werden.
  2. Unterschiedliche Sourcing- Ansätze bedingen unterschiedliche Vertragsansätze. Die passende Vertragsalternative muss ausgewählt werden. Sowohl die Geschäftsbereiche als auch die IT müssen bei der Auswahl von Sourcing- Alternativen involviert werden.

    • Zeit und Material Verträge bei Unsicherheit geschäftlicher und technischer Anforderungen wählen. Typische Risiken liegen im Bereich nicht-adäquater Projektmanagementansätze.
    • Fixpreis Verträge passen auf stabile (regelmäßige) Aktivitäten ohne Einsatz von Kernkompetenzen. Typische Risiken liegen in nicht genauen Vertragsdefinitionen, sich verändernden Geschäfts- und Technologieanforderungen und unzureichenden Schnittstellen zwischen Kunden-Lieferanten
    • Net-Sourcing (ASP) Verträge für hochstandardisierte Aktivitäten ohne Einsatz von Kernkompetenzen. Sie unterliegen ähnlichen Risiken wie Fixpreis Verträge.
    • Kunden-Lieferanten Joint Ventures sollten nur zur Anwendung kommen wenn für die komplementären Fähigkeiten/Kompetenzen des Partners auch ein Markt existiert. Die Option steht aber für den gesamten IT- Lebenszyklus zur Verfügung und exponiert beide Partner den typischen Risiken von Projekt- und Servicemanagement.

  3. Die Ausschreibungen müssen so gestaltet werden, dass Vergleiche zwischen Bietern einfach möglich sind.
  4. Die Angebote mit internen Optionen vergleichen! Am besten den Business Case entwickeln, um Nutzen, Kosten, Zeitplan und Annahmen abschätzen zu können und eine Make-or-Buy Entscheidung informiert herbeiführen zu können.

Tipps zum Thema "Kunden-Lieferantenbeziehung steuern":


  1. Nicht vergessen, dass Kunde und Lieferant sich von vornherein mit entgegengesetzten Zielen gegenüber stehen : „Every $ out of the customer pocket is a $ in the supplier´ s pocket.“ Das Ziel sollte deshalb eine andauernde Win-Win- Situation sein.

    • Jede Seite muss gleich stark sein um ein gleichgewichtiges Resultat zu gewährleisten.
    • Das Ziel sollte Fairness nicht Dominanz und Übervorteilung sein.
    • Zusammenarbeit sollte gemeinschaftlich sein - beide Parteien mit gemeinsamen Zielen, bzw. zumindest kooperativ sein - mit sich ergänzenden Zielen.

  2. Bei Gestaltung der Verträge mit Lieferanten:

    • Rechtsabteilung und Einkauf sollten nicht die Inhalte des Vertrags bestimmen.
    • Die Verträge müssen detailliert genug sein. Die Verantwortlichkeiten der Partner und die Change- Control Mechanismen müssen klar definiert werden.

  3. Bei der Gestaltung der Verträge mit Kunden :

    • Anleiten und informieren, überzeugen durch Integrität
    • Keine Verpflichtung auf lasche Anforderungen und ungewisse Ressourcen hin
    • Anbieten und auspreisen von Optionen mit Mehrwert

Überblick über das Beratungsangebot "IT-Sourcing" der IT-Resulting GmbH

Ausgangssituation


Typische Argumente des Managements zur Änderung des vorhandenen Soucing Modells sind z.B.:

  • Es wird nach Betriebsalternativen gesucht, weil die IT- Kosten zu hoch sind.
  • Die Schnittstelle zwischen IT und den anderen Teilen der Organisation ist nicht mehr managebar. Die IT- Kosten sind zu hoch und können nicht erfasst werden.
  • Der IT Abteilung fehlt die kritische Masse.
  • Die IT Abläufe sind weder effizient noch effektiv. Die IT Abteilung beschäftigt sich nur mit sich selbst.
  • Die Unternehmensstrategie lautet: Konzentration auf Kernkompetenzen. IT ist nicht Kerngeschäft.
  • Man versteht nicht, was die IT tut.
  • Mitbewerber haben die IT Services ausgegründet und sind mit ihrer Entscheidung zufrieden.

Typische Fragen zum Thema alternative Sourcing Modelle sind:

  • Welches Sourcing Modell kommt für uns in Frage?
  • Was soll man outsourcen? Wie und für wie lange?
  • Welche Auswirkungen haben die verschiedenen Modelle auf das Kerngeschäft? Welche Risiken sind damit verbunden?
  • Welcher Anbieter soll man nehmen?
  • Wie wird der Auswahlprozess durchgeführt?
  • Wie sollen die neue Organisation und die veränderten Prozesse aussehen?
  • Welche Schritte sind für die Transformation notwendig?
  • Wer übernimmt welche Verantwortlichkeiten?
  • Wie wird die angestrebte Servicequalität sichergestellt?


Vorgehensweise

  • Klärung der Ziele, Scope, Randbedingungen, Kriterien und Gründe, Definition des Business Case
  • Klärung der Anforderungen an die IT, Strukturierung des IT- Portfolio, Definition der IT- Service- Architektur
  • Definition der Prinzipien und Richtlinien
  • Vorauswahl der Service Provider
  • Management der Ausschreibung
  • Durchführung des Due Diligence Prozesses
  • Entwicklung und Pflege des Vertrags und der SLA
  • Management der Transformation
  • Service Management inkl. Durchführung
  • regelmäßiger Reviews


Beratungsprodukte der IT-Resulting GmbH


Methodisches End-to-End Management des gesamten Sourcing Projektes und/oder der einzelnen Schritte



Nutzen für den Kunden

  • Professionelles Projekt Management und Unterstützung durch erfahrene Spezialisten
  • Verfügbarkeit von neutralen und methodischem Know-How
  • Wiederverwendung von Erfahrungswerte aus ähnlichen Projekten

Imprint. Bitte beachten Sie auch unsere rechtlichen Hinweise.
© Copyright 2002 IT-Resulting GmbH. All rights reserved.
 

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